Transformatorenfabrik Tauscher zieht 2008 um


Großteil der Aigenstadler Firma ab Herbst 2008 in Neureut - Investitionen in Höhe von 2,6 Millionen Euro geplant

von Eva Schwarz
Freyung.
Die Transformatoren der Firma Tauscher in Aigenstadl sind weltweit gefragt. Um weiter wachsen zu können will die Firma im Zeitraum von 2005 bis 2010 insgesamt 2,6 Millionen Euro investieren. Das größte Projekt ist der Umzug nach Neureut im Herbst 2008.
“Wir brauchen eine größere Fläche, um den innerbetrieblichen Warenfluss zu optimieren und Platz für neue Maschinen zu schaffen. Ohne mehr Platz können wir nicht mehr Ware produzieren”, erläutert Geschäftsführer Heinz-Herbert Berger. Im jetzigen Gebäude in Aigenstadl sei alles so vollgestellt, dass man Schwierigkeiten habe, Platz für einen Praktikanten zu finden. Bereits Ende der 90-er Jahre wollte die Firma erweitern, am Standort in Aigenstadl. Doch die Nachbarn waren dagegen, außerdem war die Hanglage des Grundstücks nicht ideal. Deshalb machte sich Berger auf die Suche nach einem neuen Standort. “Wir wollten in der Nähe bleiben, auch wegen der Mitarbeiter.”


Ehemaliges Möbelhaus gekauft


Fündig wurde er im ein Kilometer entfernten Gewerbegebiet Neureut. Dort hat die Firma ein ehemaliges Möbelhaus gekauft, das jetzt umgebaut wird. Die Bauarbeiten sollen nächstes Jahr abgeschlossen sein, so dass das Unternehmen im Herbst 2008 umziehen kann. 3000 Quadratmeter Produktionsfläche bietet das neue Gebäude, außerdem 500 Quadratmeter für die Büros und 1500 Quadratmeter Lagerfläche. Das Gebäude in Aigenstadl will die Firma aber behalten. “Im Moment ist die Auftragslage sehr gut, so dass wir den Standort Aigenstadl wahrscheinlich zusätzlich brauchen”, sagte der Geschäftsführer.


43 Mitarbeiter beschäftigt


Die Firma Tauscher beschäftigt im Moment 43 Mitarbeiter. Zusätzlich produziert Tauscher im tschechischen Blatna mit 50 weiteren Angestellten. “Wir arbeiten mit dieser Mischkalkulation. Wenn wir nur in Deutschland produzieren würden, hätten wir am Weltmarkt keine Chance”, sagt Berger. Gerade in der Elektrobranche würde in China viel billiger produziert. Die Firma stellt deshalb keine großen Serien mehr her, sondern Spezialanfertigungen.
Die Produktpalette reicht von 0,6 Gramm leichten Transformatoren, die für kleine Motoren etwa in der Dentaltechnik gebraucht werden, bis hin zu 1000 Kilogramm schweren Trafos. Diese werden zum Beispiel für Trafostationen auf Schiffen verwendet. Die Firma Tauscher hat erst vor kurzem ein solches Teil nach Chile verkauft. Über 12.000 verschiedene Transformatoren-Typen hat die Firma seit der Gründung 1975 entwickelt. “Den Hauptumsatz machen wir durch unsere Vielfalt”, erläutert Berger. Es gäbe keinen Kunden, der mehr als drei Prozent des Umsatzes ausmache.
Nach ein paar schwierigen Jahren hat sich die Auftragslage wieder stark verbessert. Die Firma hat 2006 insgesamt 3,5 Millionen Euro Umsatz gemacht, das waren 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Für das Jahr 2007 wird ein Umsatz von 4,2 Millionen erwartet. Mit der Erweiterung der Firma erhofft sich Berger einen neuen Aufschwung. Wenn das Gebäude in Neureut fertig ist, sollen nach und nach neue Maschinen angeschafft werden, auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze ist geplant.

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