Info-Besuch bei zwei Vorzeigeobjekten


Transformatorenfabrik Tauscher und Europeyarn-TWD bestehen im Wettbewerb, Firmenchef Berger will 2007 nach Neureut umziehen.


Freyung. Wirtschafts-Abteilungsdirektor Günther Keilwerth von der Regierung von Niederbayern ist es stets ein Anliegen, das Wohl und Wehe der Unternehmen in seinem “Betreuungsbereich” vor Ort in Augenschein zu nehmen und, wenn möglich, auch mit staatlichen Hilfen zu unterstützen. Mit Landrat Alexander Muthmann, Manfred Selwitschka von der Wirtschaftsförderung beim Landratsamt, und dem Freyunger Stadtoberhaupt Peter Kaspar erörterte nun Günther Keilwerth im Unternehmen mit den Inhabern oder Geschäftsführern die jeweiligen Situationen.
Voll des Lobes war Günther Keilwerth über die Erweiterung der Transformatorenfabrik Tauscher in Aigenstadl durch Geschäftsführer Heinz Berger. Durch die allgemein schwierige wirtschaftliche Lage wurde auch die Firma Tauscher in den Jahren 2003 und 2004 von einem Umsatzrückgang betroffen, erklärte Heinz Berger beim Betriebsrundgang.
“Da unser Kundenkreis aber in vielen Branchen der Investitionsgüterindustrie liegt, hat es uns nicht so schwer erwischt wie manche Konkurrenten. So konnte auch die Zahl von 35 Mitarbeitern gehalten werden.”
2004 besserte sich der Umsatz. Rund 450 Kunden hatten fast 4000 Aufträge erteilt. 700 neue Transformatoren wurden im vergangenen Jahr entwickelt. Abgeschlossen wurde im vergangenen Jahr der Kauf eines ehemaligen Möbelhauses in Neureut mit einer Gesamtfläche von 16500 Quadratmetern einschließlich Grundstück. Umfunktioniert wird das Gebäude zu 3000 Quadratmetern Produktionsfläche, 500 Quadratmeter Bürofläche und 500 Quadratmeter Nebenfläche. Gegenüber dem jetzigen Standort Aigenstadl entstehen völlig neue Fertigungsmöglichkeiten. Zudem ermöglicht ein eigenes Labor Langzeittests als Nachweis der Produkthaftpflicht.
Um auf dem Weltmarkt durch eine günstige Mischkalkulation bestehen zu können, betreibt Heinz Berger ein Zweigwerk in Tschechien. Die Fertigung der großen Stückzahlen von Transformatoren und die Erledigung der arbeitsintensiven, manuellen Tätigkeiten erfolgt in Tschechien, die letzten Arbeitsgänge wie Vergießen, Tränken und Prüfen, Muster- und Prototypenfertigung, Entwicklung, Design und Entwurf, wie auch Einkauf, Vertrieb, Beschaffung, Kommissionierung und Logistik erfolgt von Aigenstadl-Neureut aus.
Günther Keilwerth sah auch Möglichkeiten einer staatlichen Förderung und finanziellen Hilfestellung, die noch im Detail ausgearbeitet werden müssen.


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