Kreis FDP besichtigte Tauscher Transformatoren


Trotz Wirtschaftsflaute droht in Aigenstadl keine Kurzarbeit - Kreis-FDP besichtigte Tauscher Transformatorenfabrik - Betriebserweiterung scheitert an Nachbar-Einsprüchen

Vergussanlage

von Norbert Peter
Aigenstadl.
Dass es der Transformatorenfabrik Tauscher in Aigenstadl trotz schlechter Auftragslage im “Tal der allgemeinen Wirtschaftsflaute” immer noch so gut geht, dass keine Kurzarbeit erforderlich ist und keine Mitarbeiter ausgestellt werden müssen, darüber freuten sich Vorstandschaft und Mitglieder der Kreis-FDP bei einer Betriebsbesichtigung.
Geschäftsführer Heinz Berger informierte, dass die derzeitige Auftragslage für zehn Wochen reicht, der Bestwert vor zwei Jahren lang jedoch bei 26 Wochen. Alle Mitarbeiter - 40 in Aigenstadl und 60 im Werk in Tschechien - seien voll motiviert. Bei kurzfristigen Aufträgen wird länger gearbeitet, um die Termine halten zu können, ist weniger Arbeit vorhanden, werden die Überstunden eingelöst. Zur Produktpalette führte Berger aus, dass die induktiven Bauteile wie Transformatoren und Drosseln immer aufwendiger, die kleinen Typen winziger und die großen Trafos Riesenformate annehmen. Dabei bringt die kleinste Größe nur ein paar Gramm, während die großen Trafos mit 120 kW Leistung 400 Kilogramm schwer sind.
Der Kundenstamm kommt aus verschiedenen Branchen der Industrie. Ein Vorteil: “Dadurch ist das Risiko bei Kundenkonkursen geringer als bei einer Abhängigkeit bei Großkunden. Der Exportanteil beträgt rund 30 Prozent mit steigender Tendenz”.
Einen Riesenauftrag erhielt Tauscher nicht an Menge, aber an Herausforderung im Herbst des vergangenen Jahres. Denn da lieferte Berger neuartige Linearmotoren für eine Versuchsreihe der Universität Paderborn der “Neuen Bahntechnik Paderborn”.
Natürlich waren Kreisvorsitzender Horst Dänzer sowie die Vorstandsmitglieder Winfried Stadler und Gerhard Drexler interessiert, wie es um die Firmenerweiterung steht. Heinz Berger erklärte, dass der beabsichtigte Anbau am Standort Aigenstadl durch Nachbareinsprüche gescheitert ist und der Kauf einer Halle im Nachbarort Neureut ebenfalls durch Einsprüche verhindert wurde. Hier hat ein Nachbar Einspruch in zweiter Instanz gegen die schon erteilte Baugenehmigung erhoben.
Winfried Stadler und Gerhard Drexler konnten es nicht begreifen, “dass es ausgerechnet ein Stadtrat der SPD ist, der die Erweiterung verhindert”. Heinz Berger betonte, dass der frühere Bürgermeister Fritz Wimmer und der amtierende Bürgermeister Peter Kaspar stets das Vorhaben unterstützt haben. Doch Berger sieht derzeit keinen Druck zur Firmenerweiterung, da angesichts der Flaute im bisherigen Gebäude der Platz ausreicht. Auch kämen andere Objekte an anderer Stelle in Betracht.


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